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Die Praktische Prüfung - Ein Erlebnis aus der Sicht von Michael Bolz

geschrieben von Michael Bolz
Redaktion: Elvira Asselborn

Eine Prüfung hat es eigentlich immer in sich. Und wenn sie hunderte Meter über dem Boden stattfindet, dann erst recht! Unser neuster Scheinpilot Michael Bolz berichtet über die vermutlich luftigste Prüfung seines Lebens:

„Am 19. Februar sollte es soweit sein. Praktische Prüfung für meine Segelfluglizenz auf unserem Flugplatz bei Korb.
Nachdem unser Schulungsdoppelsitzer ASK 21 und unser UL einsatzbereit und unsere Graspiste trocken genug für einen Flugzeugschlepp waren und ein Termin mit dem Prüfer Harald Ölschläger von der FSG Öhringen ausgemacht war stand zumindest organisatorisch nichts mehr im Weg.
Voller Vorfreude bin ich am Sonntag auf den Flugplatz gefahren und habe zusammen mit meinem Fluglehrer Andy Böhringer und dem Schlepppilot Clemens Borowski die Flugzeuge einsatzbereit gemacht.
Vor der eigentlichen Prüfung habe ich mit Andy zwei Übungsstarts gemacht. Immerhin bin ich seit Oktober nicht mehr geflogen. Leider war die Wolkenbasis mit 250 Meter über Grund sehr niedrig, weshalb man durch Löcher in der Wolkendecke schleppen musste, um ausreichend Höhe für die geforderten Übungen der praktischen Prüfung zu gewinnen. Dadurch war ich schon sehr aufgeregt, da es für mich das erste Mal war mit einem Segelflugzeug über die Wolken geschleppt zu werden.
Nach der Landung war dann schon Harald da und nach einer kurzen Absprache über die Wetterverhältnisse und Forderungen für die Prüfung ging es auch schon los. Zunächst wurde die ASK 21 vor den aufmerksamen Augen des Prüfer Innen und Außen gecheckt. Beim ersten Prüfungsflug musste ich dann während dem Schlepp um die Wirbelschleppen des Schleppflugzeuges ein Viereck fliegen und auch meine allgemeinen Fähigkeiten im Flugzeugschlepp unter Beweis stellen. In 300 Meter wurde ausgeklinkt und der Flug mit einer sauberen Landeeinteilung beendet.
Im zweiten Flug ging es darum mein können im Segelflug unter Beweis zu stellen. Übungen wie der gehaltene Langsamflug, hochgezogene Fahrtkurven, Rollübungen, Schnellflug oder das Slippen sollten sauber durchgeführt werden können. Allerdings braucht man dafür auch etwas Höhe. Leider war die Wolkenuntergrenze mit 300 Meter nach wie vor sehr niedrig. Glücklicherweise war genau im richtigen Moment ein großes Loch in der Wolkendecke. Dadurch konnten wir auf 850 Meter über Grund steigen und die Übungen durchführen. Eine atemberaubende Aussicht über den Wolken. Da machte die Prüfung nach vier monatiger Pause gleich doppelt Spaß. Nach der Landung, war ich dann schon angespannt, was Harald sagen würde. Gleich nach dem Aussteigen gratulierte er mir zur bestanden Prüfung.
Glücklich, froh und voller Vorfreude auf die kommende Saison möchte ich dem gesamten FSV Möckmühl danken. Insbesondere Andy, Harald und Clemens, ohne die die Prüfung nicht so spontan möglich gewesen wäre. Außerdem der Fliegergruppe Heilbronn für die Leihgabe ihrer Fallschirme.“